Braunsdorf::

Die Stadt Braunsdorf bei Freital liegt im Bundesland Sachsen im westlichen Vorland von Dresden und gehört seit 2001 zur Stadt Wilsdruff.
Braunsdorf bei Freital::
Geografie und Lage von Braunsdorf
Die Stadt Braunsdorf bei Freital liegt im Bundesland Sachsen im westlichen Vorland von Dresden und gehört seit 2001 zur Stadt Wilsdruff. Die Verkehrsanbindung erfolgt durch das Kreis-Straßennetz an die in der unmittelbaren Nähe liegende Bundesstraße 173 sowie die Autobahnen A 4 und A 17. Als öffentliche Verkehrsmittel verkehren Regionalbusse der Regionalverkehrs-GmbH Dresden zwischen Freital und Wilsdruff mit Anbindung an andere Reginal- und Fernverkehrslinien.
Historisch liegt Braunsdorf an drei exponierten Wegen des Mittelalters. Das sind: 1. Der Weg von Meißen nach Prag, der von Meißen über Wilsdruff, Braunsdorf nach Hainsberg (Freital) ging. 2. Der Lange Rain, als Verbindungsweg von Moritzburg nach Grillenburg und 3. die südliche Route des Leichen- oder Fürstenweges von Freiberg nach Dresden.
Geschichte von Braunsdorf
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1411. Danach belehnt Landgraf Friedrich "den gestrengen Johan von Aldendorff mit dem Anfalle an den hoff und vorwergke czu Brunstorff in der phlege czu Dresden gelegen - das jetzt besitzt Peter Wollferich". Wenn 1411 Peter Wollferich das Gut und Vorwerk besass, dann muss er diese schon längere Zeit vorher zuerkannt bekommen haben und Prof. Dr. Ing. em. Harry Schilka kommt in seinen Forschungen zur Frühgeschichte von Braunsdorf zu dem Schluß, dass die potentielle Aufsiedlung deutscher Bauern in der Gemarkung Braunsdorf etwa um 1230 erfolgt sein kann.
Einwohner und Fläche von Braunsdorf
In Braunsdorf bei Freital wohnen etwa 700 Einwohner auf 6 Quadratkilometern, was einer Bevölkerungsdichte von etwa 100 Menschen pro Quadratkilometer entspricht.
Kulturelles und Sehenswürdigkeiten in Braunsdorf
Braunsdorf hatte bis vor 100 Jahren einen Männergesangsverein, später einen Gemischten Chor bis ca. 1970 und einen Theaterverein.
Besondere Sehenswürdigkeiten gibt es nicht viele. Bemerkenswert ist eine fast 200-jährige Stieleiche, welche anläßlich der 300-Jahr-Feier der Reformation 1817 gepflanzt wurde und die seit 1939 unter Schutz steht. Sie hat einen Stammumfang von 4,60 m und eine Höhe von etwas mehr als 20 m.
Politik in Braunsdorf
Politisches aus Braunsdorf wurden noch nicht angegeben.
Wirtschaft in Braunsdorf
Die wirtschaftliche Entwicklung von Braunsdorf war in der Zeit bis 1945 vom Rittergut und einem zum Rittergut gehörenden und seit ca. 1620 betriebenen Kalkwerk geprägt. Einen besonderen Aufschwung nahm das Rittergut ab 1890 mit dem Kauf desselben durch den Geheimen ßkonomierat Georg Andrä, der das Gut zu einem Mustergut entwickelte. Die Wertschätzung seiner Arbeit wurde auch dadurch deutlich, dass der letzte Sächsische König Friedrich August III. am 28. April 1918 das Rittergut besuchte und dabei auch der Kommune seine Huldigung erteilte.
Das Rittergut wurde 1945 bei der Bodenreform enteignet und auf landarme Bauern sowie Neubauern aufgeteilt.
Die "Vereinigten Braunsdorfer Dolomitwerke - vormals Krumbiegel" wurden 1946 Volkseigen und stellten 1964 die Förderung und Produktion ein. Die Anlagen wurden geschleift und es wurde Bergbauschutzgebiet. Ab 1993 wurden die noch vorhandenen ehemaligen Tagebaulöcher (Pingen) verfüllt und damit das gesamte Gelände naturiert.Ein Teil ist heute noch Schutzgebiet, der größte Teil des ehemaligen Geländes ist aber begehbar.
In Braunsdorf waren in den früheren Jahrhunderten auch Handwerker tätig, die sowohl für das Rittergut als auch die Dörfler selbst arbeiteten, das waren besonders Schmiede, Zimmerleute und Böttcher. Es gab außerdem zwei Gaststätten, zeitweilig zwei Bäckereien, zwei Fleischereien sowie Fuhrbetriebe, Schuhmachereien, Tischlereien, Elektrowerkstätten und Schlossereien. Von 1892 bis 1944 existierte die Zigarrenfabrik Wilhelm Wiegand, die sich großer Beliebtheit erfreute.
1958 entstand eine Maschinen- und Traktoren-Station (MTS), der spätere "Kreisbetrieb für Landtechnik" und ab 1990 siedelten sich auf diesem Gelände die Firma SCHNEIDER - Fahrkomfort Gmbh und andere Kleinbetriebe an.
Im Dorf befinden sich heute: Das Autohaus Schelsky (Opel-Vertragshändler), die Dachdeckerei Pahl vormals Hebelt, der Malerbetrieb Kurze, der Elektrobetrieb Röpke, der Stahlbau Falk Schubert (ehemalige Schmiede) und die Bäckerei Franke.
Z. zt. ist als Gaststätte noch das "Sport-Casino" präsent.
Mit dem aufkommenden Steinkohlenbergbau im Döhlener Becken siedelten sich zunehmend Bergarbeiter im Dorfe an und Braunsdorf hatte bis zur Erschöpfung der Steinkohlenförderung bzw. Uranförderung durch die WISMUT AG bis zu 120 Bergleute im Ort, von denen die Mehrzahl Hausbesitzer waren.
Arbeit und Bildung in Braunsdorf
Im Jahre 1802 erfolgte unter dem Rittergutsbesitzer Auenmüller die Ausschulung der Braunsdorfer Schüler aus der Kesselsdorfer Schule und es entstand der erste Schulbau mit eigenem Lehrer. Später mußte eine größere Schule gebaut werden. Das geschah 1872 und bald war auch dieser Bau zu klein, sodass bereits 1886 ein Anbau erforderlich war. Diese Schule existierte bis 1949 und mit der Bodenreform wurde das Herrenhaus des Rittergutes ins Eigentum der Gemeinde überführt und 1949 zur Schule umgebaut. Ab 1950 wurde hier unterrichtet und die Schule wurde gemeinsam mit Oberhermsdorf erst zum Schulkombinat und später zur Polytechnischen Oberschule, die ab 1975 ihren Sitz in Oberhermsdorf hatte. Das freigewordene Gebäude wurde zu Wohnzwecken und als ßrztehaus umgebaut. Heute existiert in Oberhermsdorf die Grundschule für das gesamte Einzugsgebiet Braunsdorf, Oberhermsdorf, Kleinopitz, Kesselsdorf und z. T. Grumbach. Diese Grundschule wurde 2006 gründlich rekonstruiert und auf hohen Stand gebracht.
Öffentliche Einrichtungen und Soziales
Seit 1953 wurde im Gebäude der ehemaligen Schule ein Kindergarten mit 24 Plätzen eingerichtet. Er musste später in ein größeres Gebäude gebracht werden. Darin wurden nach öfteren Ergänzungen und Erweiterungen bis 2004 bis zu 60 Kinder betreut. Die Kapazität reichte aber nicht mehr und die Stadt Wilsdruff baute einen neuen Kindergarten und Krippe mit 57 Kindergartenplätzen und 24 Krippenplätzen sowie großzügig gestalteten Außenanlagen, welcher am 2. Oktober 2004 in Betrieb ging.
Seit 1986 gibt es eine Allgemeinarztpraxis und eine Zahnarztpraxis, ebenso eine Physiotherapie im Dorf.
Sport in Braunsdorf
Große Traditionen hatte der Sport sowohl im Bürgersport, wie auch im Arbeitersport. Der Arbeiterradfahrerbund stellt 1932 bei der Arbeiterolympiade in Wien den Weltmeister im Dreierradball durch die Sportfreunde Kurt Morlack, Paul Lindner und Arthur Langhof.
Heute ist die SG 90 Braunsdorf mit Abteilungen wie Fußball, Tennis und Tischtennis, Billard und Gymnstik vor allem auch im Kinder- und Jugendbereich sehr rege und sie ist, neben der Seniorenbetreuung, auch Initiator kulturellen Lebens.
Religion in Braunsdorf
Braunsdorf gehört seit 1513 zur Kirchgemeinde Kesselsdorf. Die Mehrzahl der religiös gebundenen Bewohner ist evangelisch-lutherisch.
Persönlichkeiten aus Braunsdorf
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Kurioses aus Braunsdorf
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In der Umgebung von Braunsdorf
Städte und Gemeinden in der näheren Umgebung von Braunsdorf
Daten und Fakten
Postleitzahlen von Braunsdorf
01737
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035203
Autokennzeichen
In Braunsdorf tragen die Autos ein Kennzeichen, das mit DW (alt FTL) beginnt.
Sonstiges
Informative Weblinks
- target=new] target=new]Offizielle Homepage von Braunsdorf